SierraXTC am 14.07.10 um 21:48 Uhr
 Tags: Bahn, seufzJa, nochmal …
In den Medien ist nun in den letzten Tagen die Reaktion der Bahn auf das Dilemma mit den ausgefallenen Klimaanlagen kursiert. Schöne Sache: Die Pressestelle spricht nach wie vor von Ausnahmen und davon, das solche Ausfälle nicht vorhersehbar seien.
Ich erinnere mich, das ich mich vor mehreren Wochen mit einer Kollegin unterhalten habe und diese damals™ schon von ausgefallenen Klimaanlagen im ICE zwischen Ruhrgebiet und Berlin berichtete. Nichts Neues also. Aber laut Bahn “Einzelfälle“. Aber, das die Bahn angeblich nichts im Vorfeld davon wußte, kann an dieser Stelle doch irgendwo nicht stimmen.
Von daher verweise ich an dieser Stelle auf einen Blogeintrag, der für mich augenscheinlich logischer, wenngleich auch deutlich polemischer ist, als die Pressemitteilungen der Deutschen Bahn: Von Content-Schiebern, Politikern, Managern und Staatsanwälten
Und mal bitte ganz im Ernst: Man bietet – so kulant wie man ja ist – dem ausgetrockneten Fahrgastvieh doch tatsächlich als Entschädigung Reisegutscheine. Mit was? Ja mit der Bahn natürlich. Was hab ich zu Letzt zum Teil für hämische Vergleiche gelesen: In einem Restaurant wo man sich eine Lebensmittelvergiftung holt würde man ja wohl auch nicht – trotz Gutschein – ein weiteres Mal einen Tisch reservieren.
Nur wird in den gestandenen Medien das Bild nach wie vor relativiert. Alles nicht so schlimm und alles im Griff. Ich habe die Befürchtung, die Menschen, die in diesen Situationen vor Ort waren und die auch regelmäßig im Moment diesen Situationen ausgesetzt sind wissen anderes zu berichten.
SierraXTC am 14.07.10 um 10:33 Uhr
 Tags: feiern, Schützenfest
Hatte ich letztes Jahr noch Bedenken, dass das Fest ins Wasser fällt, hoffe ich dieses Jahr doch eher darauf, dass das herrliche Sommerwetter zwar gerne an sich so bleiben könnte, aber vielleicht so ca. 5° – 7° kühler sein dürfte. Bei Sonnenschein ist so ‘n OpenAir-Event doch deutlich ansprechender
SierraXTC am 12.07.10 um 15:37 Uhr
 Tags: Bahn, seufzNein – ich bin, dank Urlaub und Individualverkehr von dem Bahn-Chaos der vergangenen 48 Stunden verschont geblieben. Dennoch verfolge ich mit gewissem Erstaunen die Geschehnisse auf Twitter. Sei es nun die Überhitzung von Fernverkehrszügen durch den Ausfall der Klimaanlage oder die Streckensperrungen auf Grund von Oberleitungsschäden in NRW.
Am meisten erstaunt mich, das es anscheinend viele Bahnfahrer immernoch erstaunt, was sie dort erleben. Ich hörte schon vor mehreren Wochen von defekten Klimaanlagen in ICEs. Die ganze Katastrophe ist nicht neu, sie wird regelmäßig vom Logistiker unseres Vertrauens herauf beschworen. Hilft nur leider niemandem wirklich, das man es weiß. Abhilfe gibt es nicht.
Dem Personal – auch wenn das gerne von Reisenden angegiftet wird – ist nunmal nicht das passende Ventil für den eigenen Frust. Auch wenn diejenigen schon oft falsche Entscheidungen getroffen haben. Aber die Ursachen für dieses Chaos, welches man nicht nur im Winter und im Sommer erlebt, nein auch in Frühjahr und Herbst, werden durch den Bahnvorstand entschieden.
So sind nach wie vor Prestigeprojekte deutlich wichtiger, als das zahlende Massenvieh einigermaßen souverän von A nach B zu bringen. Bahn fahren ist schon verhältnismäßig Teuer, nur werden diese Einnahmen falsch im Unternehmen umverteilt. Mangelhafte Wartung und ein in Teilen zu kleiner Fuhrpark sind das Ergebnis dieser Politik.
Wer meine Tiraden in den vergangenen Jahren verfolgt hat oder einfach mal ein wenig im Netz gesucht hat, wird langsam auch einsehen, das solche Situationen keine Ausnahmen und Einzelfälle sind, wie die Pressestelle der Bahn regelmäßig versucht zu beschwichtigen. Die einzige Rettung ist die Flucht in den Sarkasmus. Anders kann man diesen Zustand nicht in schöner Regelmäßigkeit ertragen.
Leider wird sich aber nichts ändern – wie auch? Weil über Jahre bei der Infrastruktur geschludert und gespart wurde reicht es nunmal nicht aus – selbst wenn Geld von irgendwoher kommen können würde – nun dort rasch zu investieren. Das sind alles nur Tropfen auf den – im Moment besonders – heißen Stein. In dem Unternehmen, insbesondere da, wo es darum geht, Finanzen entsprechend zu verwalten, müsste ein Umdenken stattfinden. Aber das ist in einem “privatisierten Staatskonzern”, der dringend an die Börse möchte, nicht möglich.
Ich hoffe, die bei diesen Temperaturen irgendwo in NRW festsitzenden Reisen kommen trotzdem noch irgendwann und irgendwie an ihr Ziel. Und an alle Pendler: Morgen geht’s wieder von vorne los – wie immer …
SierraXTC am 12.07.10 um 15:08 Uhr
 Tags: Bahn, Nahverkehr, seufz, Sommer12. Juli 2010
SierraXTC am 12.07.10 um 12:53 Uhr
 Tags: Deutschland, Fußball, Länderspiel, WM 2010Gottlob, diesmal durfte nicht Bélà Réthy kommentieren und auch Tom Bartels hatte Sendepause. Die ARD schickte die Geheimwaffe Gerd Gottlob ins Rennen und … auch dieser Joker stach nicht. Wir zahlen nun schon so viele GEZ-Gebühren, von denen auch Ereignisse wie die Fußball-WM finanziert werden und wir sind schon ein Stück weit froh, das Spiele noch im Free-TV übertragen werden. Aber: nehmt € 10,- aus der GEZ-Kasse und investiert diese endlich in brauchbare Kommentatoren. Das sind unterirdische Leistungen, die dem Zuschauer/-hörer da geboten werden.
Statistisches
Uruguay:
Muslera – Fucile, Lugano, Godin, Caceres – Maxi Pereira, Perez (77. Gargano), Arevalo Rios, Cavani (88. Abreu) – Suarez, Forlan
Deutschland:
Butt (2) – Boateng (3), Mertesacker (2), A. Friedrich (2), Aogo (3,5) – Khedira (3,5) , Schweinsteiger (1,5) – T. Müller (1), Özil (4) (90. Tasci (-)), Jansen (2,5) (81. Kroos (-)) – Cacau (3,5) (73. Kießling (-))
Tore:
0:1 (19.) T. Müller
1:1 (28.) Cavani
2:1 (51.) Forlan
2:2 (56.) Jansen
2:3 (82.) Khedira
Gelbe Karten:
Perez (2) – Aogo (1), Cacau (2), Friedrich (2)
Zuschauer:
36254 – Port Elizabeth
Das Spiel
Deutschland spielte – ohne Nervösität und ohne Respekt vor dem Gegner. Sie spielten den Fußball, der sie in den Spielen gegen Australien, England und Argentinien ausgezeichnet hat. Dabei war das eigene Engagement aber überschaubar. Man hatte das Spiel im Griff, schoss das 1:0 und … streikte. Anders kann man sich das Spiel nicht erklären. Man hatte keine Lust bei dem Wetter augenscheinlich mehr zu tun, als man tun müsste. So brachte man durch erschreckende Fehlpässe Uruguay unnötig ins Spiel. Selbige hatten eigentlich auch keine wirkliche Lust in Halbzeit eins, musste dann aber doch mal das Tor treffen, damit sie nicht immer den Ball spielen mussten. Unerklärlich in meinen Augen diese Leistung in Halbzeit eins: Deutschland war klar überlegen, aber statt den Gegner einfach weiter auszuspielen, sah man Fehler, den diese Spieler schon in der D-Jugend nicht mehr gemacht haben.
Folgerichtig ging das Gegurke in Halbzeit zwei weiter und folgerichtig fiel die Führung für Uruguay. Siehe da, das Team wachte auf, besonn sich darauf, das zu machen, was man konnte und spielte Uruguay wieder ein paar Minuten an die Wand. So ging es die ganze Zeit: Deutschland tat nicht mehr als nötig und Uruguay konnte nicht mehr tun als sie dort zeigten. Bevor das Fehlpass-Festival in die Verlängerung gegangen wäre erlöste uns Khedira mit einem Kopfball, nachdem so ziemlich alle im Strafraum von Uruguay völlig desorientiert umherliefen. Zumindest so der Plan .. aber Forlan hatte in der letzten Szene des Spiels doch etwas dagegen zu verlieren, nahm nach einem wiedereinmal absolut unnötigen Freistoß von der Strafraumgrenze Maß und traf – dann doch nur die Latte.
Weisheiten
Tja, mit dieser Leistung hätte man auch nicht gegen Spanien gewonnen. Dieses Spiel zeigte nur eins: Das Team gehört mittlerweile wieder zu den ganz großen Mannschaften. Man kann Gegner einfach von jetzt auf gleich ein wenig an die Wand spielen und mit wenig Einsatz große Ergebnisse erzielen. Aber schön war das beileibe nicht mit anzusehen. Ich vermute Jogi brodelte innerlich nicht nur durch den grippalen Infekt.
Wir können aber mitnehmen, das sich die Mannschaft gut verkauft hat. Das sie aber noch einige Zeit der Entwicklung benötigt um sich von Gegner, vor denen sie einen riesigen Respekt habe, nicht vorführen zu lassen. Es wäre schön, wenn diese Entwicklung von Jogi Löw begleitet wird. Seine Handschrift ist deutlich zu erkennen und konnten schon einige Spieler 2006 eine Perspektive aufweisen, so kann sich nun das gesamte Team, insbesondere da es noch sehr jung ist, vier Jahre lang den nötigen Feinschliff holen um dann wieder unter die weltbesten vier Teams 2014 zu kommen.
Honk des Tages
Uruguays Torhüter Muslera war das Highlight des Abends. Da hat er wohl nicht den besten Tag erwischt gehabt, so wie er durch den Strafraum geirrt ist.
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